SEO-Tutorial für Anfänger - Der ultimative Leitfaden

Wenn du eine Webseite erstellst, möchtest du damit anderen etwas mitteilen. Bei der Masse an Seiten, die im Internet bereits vorhanden sind, wird es schwer, Besucher auf deine Seite aufmerksam zu machen.

Dieser Gastbeitrag zeigt dir, wie die Suchmaschinen dir dabei helfen können und worauf bei der Suchmaschinenoptimierung zu achten ist.

Was ist SEO?

SEO bedeutet Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung

Durch diese Verbesserung soll erreicht werden, dass deine eigene Seite bei den Suchmaschinen weiter oben angezeigt wird.

Je weiter vorne deine Homepage aufgeführt ist, umso wahrscheinlicher wird diese besucht, denn Suchende schauen sich meistens nur die ersten Einträge an.

Es gibt sowohl eine Onpage- als auch eine Offpage-Optimierung.

Die Onpage-Optimierung kannst du als Webseitenbetreiber selbst auf deiner Webseite vornehmen.

Bei der Offpage-Optimierung werden Maßnahmen ergriffen, um die Homepage im Internet bekannt zu machen, beispielsweise durch Links oder sogenannte „Likes“ von sozialen Medien auf einen Beitrag.

Dieser Beitrag geht auf die Onpage-Aufbesserung ein.

Wahl deines Domainnamens

Der Name deiner Domain sollte auch mit dem Webseiteninhalt zu tun haben. Empfehlenswert wäre, auch Keywords (Schlüsselwörter) zu benutzen, die mit deinem Unternehmen, den Dienstleistungen oder Produkten zu tun haben.

Ratsam ist, mehrere Schlagworte mit einem Bindestrich zu trennen, einmal wegen der Lesbarkeit und weil die Suchmaschinen diese als voneinander unabhängige Keywords ansehen. Jedoch solltest du nicht mehr als zwei im Domainnamen verwenden, da der Name sonst zu lang wird.

Nutze SEO-freundliche URLs

Mit der URL wird die Ressource identifiziert und lokalisiert.

Sie besteht aus:

  • dem Protokoll (zum Beispiel http, https ,...) 
  • der Subdomain (beispielsweise www)
  • dem Domainnamen
  • der Top Level Domain (.de, .biz, .com, ...)
  • und dem Pfad.

Eine komplette URL ist exemplarisch:
http://www.domainname.de/unterordner/seite.

Bei SEO-freundlichen URLs weißt du als Nutzer bereits, wenn du sie liest, was dich dort erwartet. So würde man bei http://www.domainname.de?seitenid=0815 nicht wissen, was auf der Seite vorhanden ist.

Bei der „sprechenden URL“ http://www.domainname.de/shop hingegen wäre dir klar, dass hier höchstwahrscheinlich ein Online-Shop aufgerufen wird.

Wichtig ist zudem, dass der Pfad kleingeschrieben ist und keine Sonderzeichen enthält. Die Worte sollten mit einem Minus und nicht mit einem Unterstrich getrennt werden. Eine Struktur ist von Vorteil, auch für dich als Betreiber der Webseite.

So sollte der Pfad nicht /post sein, sondern /kategorie/post.

Gestalte das Seitenmenü und die Sitemap

Eine einfache und klare Struktur des Webseiten-Menüs ist sowohl für dich als Besucher als auch für die Suchmaschinen von Vorteil. Tote Links, die zu keiner Seite führen, da sie fehlerhaft sind, solltest du vermeiden.

Auf der Startseite, der ersten Ebene deiner Homepage, werden normalerweise alle Hauptkategorien aufgeführt und verlinkt. Am besten kommt der Besucher von diesen Seiten wieder auf die Hauptseite zurück und selbstverständlich zu weiteren Unterkategorien.

Diese Struktur zieht sich durch jede Ebene der Webseite, jedoch empfiehlt es sich, nicht mehr als zwei oder drei Stufen tief zu gehen, wenn es eine kleine und mittlere Homepage ist. Bei großen Webauftritten sind bis zu fünf Level ratsam, doch falls es zu viele werden, kann es sein, dass die Crawler der Suchmaschinen die Seite zu früh verlassen.

Dein Menü sollte sich auf HTML- und Textelemente beschränken, da Bilder als Menükomponente fehl am Platz sind. Selbst die Linktexte, die möglichst Keywords enthalten, die auf den Inhalt der verlinkten Unterseite bezogen sind, wirken sich positiv auf dein Webseitenranking aus.

Große Homepageprojekte sollten eine Sitemap integrieren, die eine leicht verständlich aufgebaute Zusammenfassung der einzelnen Homepageseiten ist.

Diese Sitemap führt durch Links auf alle Unterseiten, die auf der Webseite vorhanden sind. Für die Suchmaschinen wird das Crawlen der Homepage so vereinfacht und der Besucher hat eine einfache Navigationsmöglichkeit.

Nutze interne Links

Wenn du auf deiner Homepage Verlinkungen zu anderen Unterseiten der eigenen Webseite setzt, verbessert dies ebenso dein Ranking.

Ein Besucher, der sich für ein bestimmtes Thema interessiert, lässt sich durch einen Link zu einer themenbezogenen Seite auf deiner eigenen Webseite halten.

Verwende eine Breadcrumb-Navigation

Diese Positionshilfe zeigt dem Besucher jederzeit, wo er sich befindet, und kann durch einen Klick auf die jeweilige Navigationsebene wechseln. Eine beispielhafte Navigationshilfe ist „Startseite ? Blog ? Auto ? Werkstatt“.

Für diesen Beitrag sieht sie so aus:

Breadcrumb-Navigation: Navigationshilfe für deine Besucher

Website Content

Optimierung der Texte

Der wichtigste Inhalt deiner Webseite ist für die Suchmaschinen logischerweise der Text. Bilder und Videos können von den Suchmaschinen nicht immer korrekt eingeordnet werden, für die Besucher sind sie jedoch ein visueller Pluspunkt, da Bilder bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen.

Je mehr individuelle Texte auf deiner Homepage vorhanden sind, je höher ist die Möglichkeit aufgrund von Keywords gefunden zu werden. Ratsam ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schlüsselwörtern und Mehrwert für den Besucher zu haben, denn die Texte sind primär dem Leser gewidmet.

Wenn du allerdings nur Content für die Suchmaschinen schreibst, kann dies zur Folge haben, dass deine Homepage komplett aus den Ergebnisseiten und dem Index gelöscht wird. Mehr als zwei bis vier Prozent an Keyworddichte sollte nicht vorhanden sein. Empfehlenswert sind auch Schlagwort-Kombinationen.

Sehr negativ wirkt sich zudem sogenannter „versteckter Text“ aus, der deine Homepage ebenfalls aus dem Index verbannt. Beispielsweise ist hier weißer Text auf weißem Hintergrund zu nennen, der vor Jahren besonders beliebt war und heute von Suchmaschinen erkannt und bestraft wird.

Optimierung der Bilder

Wie bereits erwähnt können Suchmaschinen grafische Komponenten meistens nicht fehlerlos analysieren. Verwendest du dennoch Bilder und ähnliche Elemente, ist es ratsam, einige Punkte zu beachten.

Hierbei ist die Dateigröße möglichst klein zu halten das Wichtigste. Je schneller deine Webseite geladen wird, umso positiver wirkt sich dies auf dein Ranking aus. Daher sollte eine einzelne Bilddatei nicht größer als 100 bis 150 KB sein.

Außerdem empfiehlt sich, zu allen Bildern einen alternativen Text (Alt-Text) und einen Informationstext (Title-Text) zu verfassen.

Der Alt-Text wird gezeigt, falls die Grafik aus unbestimmten Gründen nicht geladen und angezeigt werden kann. Da spezielle Software diesen Text sehbehinderten Menschen vorliest, ist es ratsam, eine Beschreibung des Bildinhaltes zusammenzufassen.

Der Title-Text wird den Besuchern angezeigt, wenn sie über das Bild fahren, beispielsweise mit der Maus.

Gliedere deine Inhalte

Besucher werden von Text abgeschreckt, der seitenlang ist und weder Absätze noch einzelne Überschriften enthält. Dies trifft in gewisser Hinsicht auch auf Suchmaschinen zu.

Mit den HTML-Tags H1 bis H6 kannst du Überschriften definieren, wobei H1 den wichtigsten und H6 den geringsten Stellenwert aufweisen. Deine Hauptüberschrift (festgelegt mit H1) sollte bedeutsame Schlüsselwörter enthalten.

Zudem kannst du Fettschrift, Unterstreichungen oder Kursivschrift zum Hervorheben einzelner Textabschnitte verwenden.

Von den Suchmaschinen werden solche Passagen, insbesondere Überschriften, als besonders wichtig bewertet. Die darin integrierten Keywords helfen dadurch bei einem höheren Ranking.

Aktualisiere deinen Content

Wenn dein Webseitencontent periodisch aktualisiert oder auch erweitert wird, ist das für deine Rankingbewertung ein klarer Vorteil. So werden die Crawler angewiesen, die Homepage öfter zu besuchen.

Selbstverständlich kann nicht der komplette Inhalt immer wieder verändert werden, dennoch solltest du deinen Website Content fortwährend erweitern und auf den aktuellen Stand bringen.

Dabei solltest du jedoch sogenannten „Duplicate Content“ verhindern, sprich Inhalte, die auf anderen Seiten, selbst auf deiner eigenen Webseite, bereits vorhanden sind. Dies wird von Suchmaschinen als schlecht bewertet und im ungünstigsten Fall sogar bestraft.

Alternativ kannst du den Besuchern die Möglichkeit geben, neue Inhalte zu erstellen, beispielsweise durch einen Blog und einem Forum, das du auf deine Homepage integrierst.

Sogenannte Social Media Buttons, die zum Beispiel auf Twitter, Facebook oder Instagram verweisen, können deine Besucher zu einer höheren Interaktion veranlassen.

Google Snippet optimieren

Statt dich auf die automatisch generierten Snippets zu verlassen, solltest du sie besser selbst gestalten.

Meta-Tags

Meta-Tags sind HTML-Codierungen, die im Allgemeinen im Header einer Webseite hinterlegt sind und bestimmte Metadaten über dieselbe enthalten.

Bei den Metadaten handelt es sich um die wichtigsten Informationen der Seite.

Diese Infos geben den Crawlern relevante Anweisungen, was das Durchsuchen der Homepage erleichtert.

Durch Missbrauch der Meta-Tags in der Vergangenheit, bei dem zu viele und häufig völlig irrelevante Infos mitgeteilt wurden, haben die meisten fast keine Bedeutung mehr beim Ranking.

Lediglich der „Title“ und die „Description“ können deine Positionierung beeinflussen.

Title

Strenggenommen kein Meta-Tag, dennoch einer der wichtigsten Rankingfaktoren bei der Onpage-Optimierung, denn der hier hinterlegte Text wird in den Resultaten bei jeder populären Suchmaschine als fixes Element des „Snippets“ angezeigt.

Idealerweise ist der Title eine Zusammenfassung der Seiteninformationen, verfügt gleichzeitig aber auch über wichtige Schlüsselwörter. Länger als 50 bis 65 Zeichen darf der Text jedoch nicht sein, da er sonst gekürzt wird.

Du solltest auf jeden Fall vermeiden, Schlagworte ohne thematischen Zusammenhalt aneinanderzureihen, da dies negativ als „Keyword-Stuffing“ eingestuft wird.

Meta Description

Der Text, der hier enthalten ist, wird von den meisten Suchmaschinen ebenso im „Snippet“ deiner eigenen Homepage angezeigt. Hier solltest du nach Möglichkeit eine präzise und thematisch einleuchtende Übersicht der Seiteninformationen einfügen.

Diese Beschreibung soll den Suchenden schließlich dazu bewegen, das Snippet anzuklicken, um deine Webseite zu besuchen.

Mehr als 150 Zeichen sollte dein „Description“-Tag allerdings nicht haben, da er andernfalls ebenfalls nur verkürzt dargestellt oder unter Umständen sogar verändert wird.

Meta Keywords

Die Begriffe, die in diesem Tag aufgeführt werden, haben, wenn überhaupt, einen minimalen Einfluss auf dein Homepage-Ranking. Einige Suchmaschinen bestätigen, dass sie diesen sogar keine Beachtung schenken.

Eine reine Auflistung solltest du verhindern, vor allem, wenn sie nicht zu deinem Webseiteninhalt passen. Diese Manipulationsversuche werden von den Suchmaschinen ebenfalls erkannt und im Fall der Fälle sogar bestraft.

Selbstverständlich sind auch Kombinationen von Schlagwörtern möglich, jedoch solltest du darauf achten, dass ein Einzelwort nicht zu oft darin vorkommt.

Keyword-Analyse

Um die Begriffe herauszufinden, die für deine Webseite relevant sind, kannst du eine sogenannte Keyword-Analyse durchführen. Hierbei wird ermittelt, welche Suchwörter und -Phrasen die höchste Wahrscheinlichkeit haben, mit denen die eigene Homepage angezeigt wird.

Zuerst solltest du dir die Keywords und Keyword-Kombinationen überlegen, die zu deinem Thema passen. Anschließend solltest du überprüfen, wie viele und welche anderen Homepages diese Schlagwörter ebenfalls nutzen. Je mehr Ergebnisse angezeigt werden, umso unwahrscheinlicher ist eine hohe Listung mit diesem Suchwort.

Danach solltest du eine Konkurrenzanalyse bei den Webseiten durchführen, die auf den ersten drei Plätzen oder Ergebnisseiten aufgeführt sind. Auch der HTML-Code dieser Seiten spielt eine Rolle. Beispielsweise enthalten die Meta-Tags Hinweise auf wichtige Keywords, welche dir als Vorschläge zu deiner eigenen Recherche dienen können.

So lassen sich die ausgesuchten Schlagwörter erweitern oder minimieren. Die Verbleibenden solltest du prüfen, welche am häufigsten zum Suchen benutzt werden, aber nicht so oft bei den Konkurrenzwebseiten verwendet werden.

Nach Beendigung der Analyse sollten drei bis fünf Schlüsselwörter je Webseite übrig bleiben.

Mehr zum Thema SEO findest du hier: https://nabenhauer-consulting.com/googleplatzierung/v4/
 

Robert Nabenhauer

Robert Nabenhauer ist seit über 15 Jahren als erfolgreicher Unternehmer tätig. Von seinen Kunden und Partnern wird er als Geschäftsmann mit Herz geschätzt, der die als Praktiker gewonnenen Erkenntnisse verteidigt, auch wenn sie unbequem für andere sein mögen.

Sein Motto lautet: "Business mit Herz ist möglich, nötig – und rechnet sich!"
Überdies ist Robert Nabenhauer Profi für die Automatisierung der Vertriebsanbahnung durch den Einsatz von Social-Media-Marketing. Besonders XING nutzt Nabenhauer intensiv. Seit dem Jahr 2006 ist er
XING-Profi-Anwender und hat sich als Gründer und Moderator der XING-Gruppe Social Network Marketing positioniert. Mit seiner Online Agentur Nabenhauer Consulting beschäftigt er sich mit der Umsetzung von Digitalen Prozessen.


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Sandra

Sehr umfangreicher und interessanter Beitrag zum Thema SEO.
Vielen Dank.

Antwort
    Gerlinde Tratz

    Vielen Dank, Sandra.

    Antwort
Eddy

Da hat sich der Gast-Autor wirklich Mühe gegeben: Applaus, Applaus.

Für Anfänger ist der Artikel wirklich nützlich und informativ.

BG aus HB,
Eddy

Antwort
    Gerlinde Tratz

    Danke Eddy, das Lob geben ich gerne weiter.

    Antwort
Robert Nabenhauer

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Beitrags.

Beste Grüsse
Robert Nabenhauer

Antwort
    Gerlinde Tratz

    Gern geschehen. Danke für den hilfreichen Gastbeitrag.

    Antwort

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