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Contra 2015 Recap – 12 Experten und meine Erkenntnisse

Unabhängig vom individuellen Konzept, braucht jedes Online-Business zwei Dinge, um profitabel zu sein: Traffic UND Conversion.

Daraus setzt sich auch der Kunstname „CONTRA“ zusammen, eine Conversion und Traffic Konferenz, die jährlich stattfindet. Veranstalter dieser Konferenz sind Thomas Klußmann und Christoph J. F. Schreiber.

Die Contra 2015 fand in Düsseldorf statt und hatte das Thema „Mehr Umsatz durch mehr Besucher sowie höhere Kaufraten“.

12 Top-Experten lieferten in 12 spannenden Vorträgen viele neue Anregungen und Ideen für mehr Umsatz, Traffic und Conversion, die darauf warten, ausprobiert und umgesetzt zu werden.

Hier ist meine Recap und meine persönlichen Erkenntnisse daraus. Da der Artikel etwas länger geraten ist, habe ich für Eilige eine kleine Slideshare als Zusammenfassung erstellt.

Zum Start gibt es eine nette Begrüßungsansprache durch den Düsseldorfer OB Thomas Geisel.

Dann geht’s los mit der ersten Keynote des Tages.

Inhaltsverzeichnis

Jonas Weber: Das perfekte SEO-Rezept

Jonas Weber: Das perfekte SEO-RezeptTotgesagte leben länger! Spätestens seit Panda, Penguin & Co wird SEO vielerorts für tot erklärt.

Dass dem nicht so ist und SEO auch 2015 noch seine Berechtigung hat, begründet Jonas Weber – Ex-Googler und SEO-Berater – in seinem Vortrag „Das perfekte SEO Rezept: weniger ist inzwischen mehr!“

Zunächst macht er einen kleinen Exkurs zurück in seine Zeit in Dublin als Mitarbeiter im Google Search Quality Team, oder einfach „Müllmann bei Google“ 😉 .

Weil zu viele Spammer mit minderwertigen Seiten SEO betrieben haben, war Google zur Müllhalde geworden.

Google musste reagieren und die Qualität steuern.

Das Search Quality Team wurde ins Leben gerufen, um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern und die minderwertigen Seiten zu entfernen oder zumindest abzustufen.

Mit mehr als 2 Billionen Suchen in den letzten Jahren bietet die Suchmaschine ein enormes Traffic-Potential. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten und dafür wird schon auch mal tief in die Trickkiste gegriffen.

Kaum reagiert Google mit einem Update auf einen Missstand, sind schon die nächsten Schlupflöcher gefunden, frei nach dem Motto „Catch me, if you can“. Ich stelle mir das ungefähr so vor 😉

Hund jagt Katze - Google Updates gegen Spammer

Auswirkungen der Google Updates

Reputation & Marken

Seit dem Vince Update im Jahr 2009 legt Google mehr Wert auf die Reputation und Stärkung der Marken.

Unique Content

Mit dem Mayday Update 2010 kommt hochwertiger Unique-Content ins Spiel. Vor diesem Update lief alles über Verlinkung.

Jetzt gewinnt eigener Mehrwert auf der Seite an Bedeutung, nicht nur aggregierter Content. Das bedeutet bspw. das Aus für Geschäftsmodelle wie Mr. Wong, bis dahin sehr gut gerankt durch seinen hohen PR.

Der Grund: Schmarotzer, kein eigener Content.

Aufenthaltsdauer & Mehrwert

Mit dem Panda Update 2011 wird die Aufenthaltsdauer ein wichtiges Indiz für Mehrwert und Benutzerfreundlichkeit. Damit steht erstmals bei einem Update der User im Mittelpunkt.

Ein Problem bspw. für Preisvergleiche, da diese kaum eigenen Content haben und dadurch die Aufenthaltsdauer sehr kurz ist.

Link-Kauf

Das Penguin Update im Jahr 2012 sagt dem florierenden Markt „Link-Kauf – Spamlinks“ den Kampf an.

Jetzt hat Google in seinem Algorithmus eine Lösung gefunden, um unnatürliche Link-Profile zu erkennen und den Webseiten die künstliche Link-Reputation zu entziehen.

Gekaufte Backlinks mit Keywords im Anchor-Text sind seither ziemlich gefährlich.

Zum Link-Kauf als SEO-Strategie, statt an der eigenen Reputation zu arbeiten, sagt er:

„Wenn man zu gierig wird, zu schnell nach oben arbeitet und nicht Google-konform arbeitet, kann man ganz schnell fallen und bis dahin sehr viel Geld ausgegeben haben.“ – Jonas Weber

Semantische Zusammenhänge – Relevanz

Das Update, das Google am meisten verändert, ist das Hummingbird-Update 2013. Da führt Google die Semantik ein.

Endlich werden Texte, die für den Leser geschrieben sind, stärker honoriert. Google erkennt jetzt die Relevanz und kann semantische Texte als höherwertigeren Content einordnen.

Im Gegenzug kann Keyword-Stuffing schnell als Spam-Signatur erkannt und entsprechend algorithmisch abgewertet werden.

Lokale Suchergebnisse

Das Pigeon Update 2014 schafft Raum für lokale Suchergebnisse in den Top Ten, im Mobile noch stärker als im Desktop.

Der Sinn: wenn ich in Düsseldorf bin und eine Pizza essen möchte, dann werden mir Pizzerien aus Düsseldorf angezeigt.

Jetzt kann auch bspw. ein kleines Hotel in Berlin auf Platz 1 ranken, weil es einen lokalen Zusammenhang hat und sich so gegen Branchenriesen durchsetzen gegen die es sonst nie eine Chance hätte.

Mobile Benutzerfreundlichkeit

Das Mobile Update Anfang 2015 war das erste Update, das Google angekündigt hat.

Webseiten müssen jetzt responsiv sein bzw. eine Mobile-Version haben.

Immer mehr Menschen gehen mit ihren mobilen Geräten ins Netz. Desktop-Versionen bieten eine sehr schlechtes Nutzer-Erlebnis. Deshalb ist eine Mobile-Version ein Muss, wenn man weiter in der Mobile-Suche gefunden werden will.

Die „slim“ SEO Strategie: weniger Seiten, diese dafür stärker machen.

„Seit Hummingbird kann eine Seite für hunderte von Keywords ranken“ – Jonas Weber

Wenn ich mich auf 3 Seiten konzentriere, dann verteile ich die komplette Link-Reputation, die auf der Startseite eingeht, nur auf diese 3 Seiten statt auf 3000. Dadurch werden diese wesentlich stärker als wenn ich den PR der Startseite auf 3000 Seiten verteile.

Außerdem benötige ich für 3000 Seiten wesentlich mehr Backlinks, was bekanntermaßen schwierig ist und die Gefahr birgt, von Google abgestraft zu werden.

Mit dieser Strategie kann man sich auch gegen Marken besser behaupten, da diese in der Regel tausende von Seiten im Index haben, aber die einzelnen Seiten dadurch schwächer sind.

Wenn du also bspw. viele einzelne Produktbeschreibungen hast, ist es sinnvoller, diese nicht indexieren zu lassen, stattdessen für die Produkte einer Kategorie eine große Landingpage mit der Übersicht erstellen, diese indexieren und stärken.

Beispiel: Ladenzeile.de hat nur eine Landingpage für Haribo, nicht für jede einzelne Sorte. Diese ist entsprechend stark, hat viel Content, alle Produkte aufgelistet und rankt dadurch für mehr als 700 verschiedene Keywords. Auch für viele Produktsuchen, obwohl es dafür keine einzelne Landingpages gibt.

SEO Rezept – Damit Google dich lieb hat 😉

SEO heute - Das perfekte Rezept

1. Onpage Optimierung

  • optimierte Titel
  • interne Verlinkung
  • schnelle Ladezeiten
  • kein Lazy Loading/versteckte Texte

2. Semantisch zusammenhängender Content

  • Mehrwert bieten
  • Unique Content

3. Weniger Landingpages

  • hochwertig und tiefgründig
  • mehr Linkreputation pro Seite

4. Wenige, hochwertige Backlinks

  • negative Linkfilter meiden

5. Benutzerfreundliche Webseite

  • mobile Version anbieten
  • Absprungrate minimieren

Mario Wolosz: E-Mails nie wieder im Spam-Ordner

Mario Wolosz von Klick-TippIm zweiten Vortrag spricht Mario Wolosz, Gründer von Klick-Tipp, über die Relevanz im E-Mail-Marketing und die Auswirkungen, die eine falsche Strategie für das gesamte Business haben kann.

Die Vorteile einer eigenen Email-Liste:

  • Hochwertige Besucherquelle
  • E-Mail-Liste bringt Unabhängigkeit, bspw. von Google
  • Vertrauensaufbau und Umsatz durch wiederkehrenden Kontakt
  • Positionierung als Experte
  • Durch Segmentierung die richtigen Menschen zur richtigen Zeit erreichen

Allerdings kämpft auch das E-Mail-Marketing gegen ähnliche Windmühlen an wie Google: der Spam nimmt überhand.

Wusstest du, dass

  • 86 % aller global versendeten E-Mails Spam sind?
  • im Juli 2014 bereits 272 Spam-Mails pro Tag versendet wurden?
  • das Spam-Volumen weiterhin konstant zunimmt?

Davon sind nicht nur die Empfänger zunehmend genervt, auch die Internet Service Provider (z.B. Gmail) sagen dem Spam den Kampf an – ihre Spam-Filter werden immer aggressiver.

Das hat zur Folge, dass auch einige Emails deren Filter nicht passieren, die eigentlich kein Spam sind („False Positives“).

Die E-Mail Service Provider versenden die E-Mails üblicherweise über eine Shared-IP, d.h. viele Versender teilen sich einen Mail-Server.

Wenn nun einige Versender über diese IP-Adresse Spam verschicken, werden die Beschwerden darüber nicht diesen Spammern, sondern allen Versendern dieser IP zugeordnet.

Und da sie Spam-Filter immer strenger werden, mündet dies in geringere Zustellungs- und damit auch Öffnungsraten.

Der Sender Score – wichtiger Faktor beim E-Mail-Marketing

Wie viele E-Mails dann zugestellt werden, hängt vom Sender Score der jeweiligen IP-Adresse ab.

Um den Sender Score deines E-Mail-Service Providers herauszufinden, kannst du auf die Seite senderscore.org gehen und die IP-Adresse eingeben, von der deine Mails verschickt werden.

Du bekommst dann eine Zahl zwischen 1 – 100 und je höher diese Zahl ist, desto mehr Mails kommen an.

In einem von Mario Wolosz gezeigten Beispiel einer IP-Adresse von Infusionsoft, lag dieser Wert bei 84. Dieser Wert bedeutet, dass Gmail 38 % der Mails rausfiltert.

Wenn ich also 100 Mails an Gmail verschicke, kommen gerade mal 68 an. Die anderen 32 Mails kommen nicht mal in den Spam-Ordner!

Und es kommt noch dicker: der durchschnittliche Sender Score von deutschen IP-Adressen ist 33 Punkte. 

Krass, oder? Ich hatte mich damit bisher noch nie so genau auseinandergesetzt, muss ich zugeben.

Im Gegensatz dazu zeigt er dann den Sender Score eines Klick-Tipp Enterprise-Kunden, der bei 100 liegt. Enterprise-Kunden haben ja bei Klick-Tipp einen eigenen Mail-Server und damit natürlich auch die alleinige Verantwortung dafür, nicht als Spammer eingestuft zu werden.

Auf eine Frage aus dem Publikum wie es denn aber mit den „normalen“ Klick-Tipp-Kunden aussieht, deren Mails ja auch über eine Shared-IP versendet werden, kommt als Antwort der Wert von 98-99.

Interessant, klingt ja recht gut – schließlich bin ich auch eine einfache Klick-Tipperin, keine Enterprise-Kundin. Aber meine Oma hat schon immer gesagt: Mädel, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Also wollen wir doch mal sehen, was Sender Score über die IP-Adresse zu sagen hat, über die mein aktueller Newsletter gesendet wurde. Und hier ist der Screen mit dem Wert, den mir senderscore.org ausgespuckt hat:

Klick-Tipp Email Sender Score

Na, da hat er nicht geflunkert, das Ergebnis sieht sogar besser aus als er gesagt hat. Mich hat es jedenfalls überzeugt- mehr als 100 geht schließlich nicht.

Damit erreicht man zwar auch nicht 100 % Zustell-Rate, aber man ist ziemlich nah dran.

 

Pascal Feyh: Die Profi ZGP-Strategie

Pascal Fey - Die Profi ZGP-Strategie

Führst du eigentlich auch ein Photocopy-Life? Viel zu viele Menschen tun’s, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein.

„99 % der Menschen führen ein sogenanntes Photocopy-Life. Sie nehmen die letzten 10 Jahre, legen die auf den Kopierer, hängen die hintendran und leben die 10 Jahre nochmal. Das tun sie immer und immer und immer wieder, bis das Leben zu Ende ist. Furchtbar langweilig.“ – Pascal Feyh

Pascal Feyh ist das genaue Gegenteil davon, er ist ein Selfmade eCommerce-Unternehmer, Gesellschafter der freshnails Gruppe und Gründer von mehr-geschaeft.com.

Sein Thema heute: Die Profi ZGP-Strategie für ultra passende Traffic-Ströme und Leads.

Was ist die ZGP-Strategie?

Die ZGP-Strategie setzt auf sogenannte Zielgruppenbesitzpartner.

Interessant finde ich hier seinen Ansatz, nicht auf die Endkonsumenten zu setzen, sondern sich sofort die Multiplikatoren rauszupicken.

Seine Zielgruppenbesitzpartner für Nagellacke sind bspw. Foren, Portale und Magazine, wo sich Nageldesigner aufhalten. Die haben natürlich mehr Bedarf als Privatkunden.

Zielgruppenbesitzpartner sind Webseiten, auf denen sich deine Zielgruppe aufhält: Foren, Portale & Magazine.Click To Tweet

 

Arten Zielgruppenbesitzpartner nach Pascal FeyhPraktisch zu jedem Thema gibt es Print-Magazine und diese haben alle eine Webseite, auf der sie in der Regel einen Newsletter anbieten.

Das ist super-targetierter Traffic. Wenn du also auf diese Online-Magazine zugehst und deren Newsletter buchen kannst, bekommst du so ziemlich den besten Traffic auf deine Seite, den du dir wünschen kannst.

Wie du das anstellst? Da muss ich einfach Pascal Feyh zitieren, ist zu köstlich:

Ich bei so einem Magazin angerufen und gefragt:

– Wie viel Leute haben Sie denn im Newsletter?

„Na, so 30.000.“

– Na super, wie oft verschicken Sie den denn?

„Ach völlig unregelmäßig.“

– Ich würde den gerne buchen. Kann ich ihn buchen?

„Nein, das geht nicht.“

– Ich will aber!

„Nein, das geht nicht.“

– Mit wem muss ich denn reden, damit ich es kann?

„Mit unserer Chefredaktion.“

– Na wunderbar, verbinden Sie mich.

Mit denen geredet, Klinke geputzt, Klinke geputzt, Klinke geputzt – bis sie irgendwann gesagt haben:

„Herr Feyh, Sie nerven, aber ok – wir machen’s.“

Was lernen wir daraus? Aus einem entschiedenen NEIN kann durchaus noch ein JA werden, wenn wir nicht gleich aufgeben.

Sei rotzefrech und denke groß - Pascal FeyhUm Leads zu sammeln und dir eine hochtargetierte E-Mail-Liste aufzubauen, benötigst du bekanntermaßen ein attraktives, hochwertiges Geschenk.

Das kannst du selbst erstellen mit deinem Know-How und deinem Wissen, du kannst es aber auch erstellen lassen.

Auch hierzu gibt es ein interessantes Rezept von Pascal Feyh:

  • Man lasse sich einen Flirt-Ratgeber schreiben
  • diesen lasse man dann – ganz bescheiden – von Angelina Jolie besprechen
  • diese Aufnahme brenne man auf CD
  • und schicke sie an relevante Multiplikatoren, wie DMAX, Neu.de etc.

Geht nicht? Geht doch! Er hat es genauso gemacht und beim Nachtelefonieren konnten sich alle an die CD mit Angelina Jolie erinnern.

Es war natürlich nicht die echte Angelina Jolie, sondern deren Synchron-Stimme, aber der Effekt war etwa derselbe (Vermutlich ist die Synchron-Stimme in Deutschland sowieso bekannter als die echte Stimme.)

Mit solch einem attraktiven und zielgruppenrelevanten Geschenk im Petto gibt es dann mehrere Möglichkeiten, deine Zielgruppenbesitzpartner als Hebel für dein Business wirken zu lassen.

Variante 1: Du stellst dieses Geschenk einer passenden Plattform (dem sogenannten Vertical) kostenlos zum Verteilen zur Verfügung und im Gegenzug bekommst du ebenfalls die Email-Adressen derer, die sich dafür eintragen: Co-Registrierung.

Variante 2: Du buchst deren Newsletter.

Externe Newsletter als ZGP nutzen

Wie findest du passende Verticals zu deinem Thema?

Da hilft dir Google weiter. Gebe einfach dein Thema in Google ein und dann Forum dahinter oder Portal etc. und dann erstellst du eine Tabelle mit den gefundenen Verticals, den jeweiligen Entscheidern und deren Newsletter-Preisen.

Buchst du da einen Newsletter, erreichst du absolut targetierte Leute und weißt genau, was preislich auf dich zukommt.

Wenn du einen passenden Newsletter gefunden hast, sind 3 Schritte erforderlich:

  1. Erstelle eine exakt auf diese Zielgruppe zugeschnittene Landingpage, mit zielgenauer Ansprache.
  2. Verkaufe nichts! Sammle nur die Leads ein, indem du ein Geschenk mit einem hohen Nutzen anbietest.
  3. Richte targetierte Autoresponder ein.

Sofort extrem hohen Conversions erreichen

Damit all diese Bemühungen aber auch zum Erfolg führen, ist es unerlässlich, dass dein Lead-Magnet richtig gute Conversion bringt. Sonst verbrennst du nur Geld, statt davon zu profitieren und deinen Umsatz zu steigern.

Dein ganzer Traffic nutzt dir nämlich wenig, wenn dein Lead-Magnet nicht konvertiert.

Setze hierfür auf Emotion oder Nutzen, aber behalte immer den Fokus auf der Frage, wie du das Leben deines Kunden besser machen wirst. Das ist das entscheidende Merkmal für deinen Erfolg.

Denke immer an das Produkt hinter dem Produkt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist: Der Kunde will keine Bohrmaschine kaufen, er will ein Bild aufhängen.

Es gibt 3 Kundentypen im Marketing:

75 % sagen NEIN, ich will nicht kaufen

5 % sagen immer JA

20 % sagen VIELLEICHT – das ist die Gruppe, auf der dein Fokus liegen sollte. Nur auf diese Gruppe sollte sich dein Marketing konzentrieren. Überlege dir genau, welche Bedenken diese Vielleicht-Denker haben könnten und versuche, auf diese Bedenken einzugehen und sie auszuschalten.

Bevor du loslegst, solltest du eine Conversion-Kette anlegen. Diese sollte folgendermaßen aussehen:

Die Conversion-Kette anlegen

Zuerst sammelst du die Leads, indem du ein wertvolles Geschenk anbietest. Damit schaffst du erstes Vertrauen.

Danach bietest du ein günstiges Kaufprodukt für etwa 9 – 17 Euro an.

Und erst danach, wenn der Interessent zum Kunden geworden ist, bietest du dein Hauptprodukt zum Kauf an.

„The best buyer is the buyer.“ – Seth Godin

Der Tripwire dienst als Katalysator. Der Kunde, der bereits die Kreditkarte auf dem Tisch hat, gibt am meisten Geld bei dir aus.

Jetzt testen, testen, testen und immer weiter die Conversion optimieren. Aber dies nur Stück für Stück. Nicht alle drei Dinge gleichzeitig optimieren, sondern:

  • erst die Opt-In-Conversion
  • dann die Tripwire-Conversion
  • am Schluss die Sales-Conversion vom Hauptprodukt

Die Profi ZGP-Strategie von Pascal Feyh kurz zusammengefasst:

1. Zielgruppenbesitzpartner ermitteln (Portale, Foren, Magazine…)
2. Leads einsammeln (Gute Opt-In-Conversion)
3. Testen und optimieren, aber nicht alles gleichzeitig

 

Kristof Lindner: Umsatz steigern durch Anpassung des Bezahlprozesses

Kristof Lindner bei der Contra 2015

Kristof Lindner, Geschäftsführer der AffiliCon GmbH, spricht über die Conversion-Optimierung beim Bestellprozess.

Er hat Live-Beispiele aus der Praxis dabei, die teilweise hohe Conversion-Steigerungen erreicht haben, sowohl beim Bezahlprozess als auch in anderen Bereichen des Bestellprozesses.

Gemeint ist der Moment, wo der Interessent auf den „Kaufen“, „Bestellen“ etc. Button klickt und auf dem Bestellformular landet bis zum endgültigen Abschluss des Kaufs.

Wie viel % derer, die das Bestellformular sehen, werden auch tatsächlich Käufer?

Häufig können kleine Änderungen sehr große Auswirkungen haben, deshalb betont er, wie wichtig Splittests auch für die Optimierung des Bezahlprozesses sind.

Wenn du ähnlich tickst wie ich, dann hast du dir darüber wahrscheinlich auch noch nicht so viele Gedanken gemacht wie über all die Prozesse vorher. Aber auch beim Bestellformular selbst lässt sich offensichtlich noch so einiges optimieren und verbessern.

Sehr interessanter Ansatz, dem ich künftig sicher mehr Bedeutung beimessen werde.

Splittest-Beispiele zur Conversion-Steigerung

Das Bestellformular sollte der Verkaufsseite möglichst ähnlich sein. Je mehr man sich der Verkaufsseite mit dem Bestellformular nähert, desto besser wird die Conversion.

Das kann bereits um die 10 % Conversion-Steigerung bringen.

Netto schlägt Brutto -> Netto-Preis + MwSt. bringt im Test etwa 5 % mehr Conversion als Brutto-Preis.

Und hier sind 3 weitere eindrucksvolle Splittest-Ergebnisse von Kristof Lindner:

Conversion-Tests Kristof LindnerLearnings aus den gezeigten Splittests

Testimonials können die Conversion steigern, da sie für mehr Vertrauen sorgen.

Adress-Daten abzufragen kann die Conversion mindern. Da sie bei digitalen Produkten in der Regel auch gar nicht nötig sind, kann man sie auch weglassen. Man kontaktiert die Kunden üblicherweise ja eh nur per Email.

Die Zugabe eines zusätzlichen physischen Produktes kann zu einer deutlichen Umsatzsteigerung führen. In diesem Fall wurde dadurch sogar die Rückgabe-Rate reduziert.

Ein weiterer interessanter Ansatz von Kristof Lindner zum Thema Splittests sind die A/A/B-Tests. Ich bin ein Riesenfan von Splittests und habe bereits unzählige Test-Ergebnisse studiert.

Die mit Abstand häufigsten sind A/B oder A/B/C-Tests, von daher sind die Tests von Kristof Lindner eine interessante Bereicherung in meinem Portfolio.

Warum sind A/A/B-Tests sinnvoll?

Das kenne ich von mir selbst auch – man tendiert gerne dazu, einen Test zu bald abzubrechen, wenn man denkt, der Unterschied sei deutlich. Dabei kann sich alles noch drehen.

Wenn du nun einen A/A/B-Test machst und die beiden identischen Seiten zeigen deutliche Unterschiede, dann zeigt dies, dass der Test noch keinesfalls signifikant ist und unbedingt weiter laufen muss.

 

Marcel Schlee: Das Innenleben eines Online-Marketers

Marcel Schlee - Das Innenleben eines Online-MarketersMarcel Schlee ist Unternehmer, Speaker und Info-Marketer. Er zeigt in seinem Vortrag einen etwas anderen Blick in das Innenleben eines Online-Marketers.

Er loggt sich live ein und zeigt uns seine Salesfunnel, Marketingansätze, automatisierte Verkaufsprozesse und seine täglichen Umsätze.

Zunächst aber gibt es noch ein Buchtipp, nämlich „Silicon Valley“ von Christoph Keese und ein sehr interessantes Zitat daraus:

„Alles, was digitalisiert werden kann, wird in Zukunft digitalisiert.“

Den Buchtipp möchte ich selbst nochmals unterstreichen, das Buch ist spannend und hervorragend recherchiert.

Ungefähr 16-17 % aller Warenumsätze in Deutschland werden mittlerweile abgewickelt, aber die große Mehrzahl ist eben immer noch offline.

Aber die Digitalisierung wird weiterhin zunehmen, weshalb es sicherlich ratsam ist, sich mit dem Thema Internet und E-Commerce zu beschäftigen und es zu lernen.

Da die Digitalisierung weiter zunehmen wird, ist es ratsam, sich mit dem Thema Internet zu beschäftigen.Click To Tweet

Marcel Schlee ist der lebhafte Beweis dafür, dass man nicht programmieren können oder ein technisches Genie sein muss, um dennoch vollautomatisiert seine Umsätze zu generieren.

„Ich kann bis heute nichts programmieren. Das einzige, was ich sehr gut beherrsche, ist kopieren und einfügen und eben verkaufen.“ – Marcel Schlee

Seine Motivation ist die Freiheit, zu reisen und Erfahrungen zu sammeln, was jedoch nur geht, wenn

  1. ein Business automatisiert läuft
  2. man auch loslassen kann, also nicht jeden Euro mitnehmen muss

Wie kannst du dein Business automatisieren?

Die beste Methode, dein Business zu automatisieren, ist der Aufbau eines Leadfunnels bzw.Salesfunnels. 

Das ist zwar im ersten Moment etwas mehr Arbeit, aber einmal RICHTIG angelegt kannst du dauerhaft davon profitieren und regelmäßige Einnahmen damit generieren.

Darunter kannst du dir einen Trichter vorstellen, mit ungefähr solch einem Ablauf:

Lead- / Salesfunnel Marcel Schlee

 

Hier möchte ich nochmals genauer beschreiben, wie du solch einen Lead- bzw. Salesfunnel in einem ersten Schritt aufbauen kannst, indem du Marcel Schlee’s reichhaltige Erfahrung damit nutzt:

  1. Der gesamte Traffic (von Werbe-Kampagnen, Affiliates, Blogs, Social Media etc.) wird zu diesem Trichter geleitet
  2. Hier bekommen die Besucher für den Eintrag ihrer E-Mail-Adresse ein hochwertiges Geschenk angeboten, der sogenannte Lead-Magnet
  3. Anschließend werden die Besucher automatisiert durch den Trichter geführt, indem per E-Mail-Marketing eine Beziehung zu den Abonnenten aufgebaut wird. Dies ist wichtig, um das nötige Vertrauen aufzubauen (Vertrauen ist die Währung im Internet)
  4. Die Abonnenten bekommen hochwertige Inhalte per Newsletter: Tipps, Tricks, PDFs, Videos, Audios etc.
  5. Hier kann auch ein Tripwire angeboten werden, also ein günstiges Kaufprodukt – erinnere dich an Seth Godins Satz „The best buyer is the buyer.“
  6. Einladung zu einem Online-Seminar, weitere Tipps, Umfragen etc.
  7. Einladung zum automatisierten Webinar, Verkauf Hauptprodukt
  8. Einladung zum Partnerprogramm, Newsletter und weitere Kaufangebote (auch Affiliate-Produkte)

Tipp: Beim Verkaufsvideo einen Magic-Buy-Button verwenden. Dieser Button ist erst nicht zu sehen, er wird erst später eingeblendet. Der Vorteil davon ist, dass es dann nicht gleich nach Verkauf sondern nach Content aussieht.

Automatisierte Webinare haben eine ähnliche Conversion wie Live-Webinare, aber mit weniger Stress und sind wesentlich öfter verfügbar. Beispiel: Bei Marcel Schlee laufen ca. 12 automatisierte Webinare 3-mal täglich. So etwas wäre live nicht machbar.

Keine Sorge , du musst nicht so viele eigene Webinare haben, um dir einen Funnel mit mehreren Webinaren einzurichten. Stattdessen kannst du auch als Affiliate auf fremde Webinare zurückgreifen. Wichtig ist, dass diese eine gute Conversion haben. Auf diese Weise kannst du schneller loslegen und dann nach und nach auch eigene Webinare erstellen und einbauen.

Bereits mit solch einem Funnel von etwa 8 Mails ist man in der Lage, bezahlte Leads in Umsatz zu führen. Bei den Emails sind die Inhalte wichtiger als Design – auf Design kann man verzichten, der Inhalt muss aber passen.

Ein weiterer Vorteil bei solch einem Funnel sind höhere Öffnungsraten als bei normalen Newsletter.

Diesen Prozess kannst du als Start nehmen und dann immer weiter optimieren und verbessern. Du kannst bspw. Produkte oder E-Mails austauschen, wenn sie nicht den gewünschten Erfolg bringen, den Funnel immer weiter erweitern oder im Anschluss daran die Abonnenten zum normalen Newsletter hinzufügen. (Ich selbst hatte auf diese Weise einen 4-wöchigen Funnel immer wieder erweitert, bis dieser 8 Monate lief.)

Der größte Vorteil eines solchen automatisierten Prozesses ist die dadurch erworbene ZEITFREIHEIT. Zwar lässt sich dieser Prozess beliebig oft vervielfachen, aber die Entscheidung liegt bei jedem selbst, ob er mehr Zeit investieren oder mehr Freizeit genießen möchte.

 

Kris Stelljes: Innovatives PPC-Marketing

Kris Stelljes - 7 Erfolgsstrategien für profitables PPC-Marketing bei FacebookIm nächsten Vortrag zeigt uns Kris Stelljes 7 Erfolgsstrategien, um mit PPC-Marketing profitable Anzeigen bei Facebook zu schalten. Er ist Traffic und Conversion-Experte, der sich auf den Verkauf von digitalen Info-Produkten in verschiedenen Nischen spezialisiert hat.

Wenn du Kris bereits kennst, weißt du ja, dass er viel in den Staaten unterwegs ist und von dort neue Ansätze in sein Business implementiert.

Bei den PPC-Anzeigen heute geht es auch um „value-basierte Anzeigen“, wie in den Staaten derzeit üblich. Dabei handelt es sich um eine Strategie mit viel Mehrwert für den Kunden. 

Auch hier ist also wieder der Ansatz: erst Vertrauen aufbauen und danach erst verkaufen.

7 Schritte zu erfolgreichem PPC

Warum funktioniert bei den einen PPC-Marketing hervorragend, während sich andere frustriert davon abwenden, weil sie statt Gewinn Verlust einfahren? Dann wird geschimpft, PPC funktioniert nicht mehr… Du kennst das vielleicht?

Schritt 1: Wähle den richtigen Ansatz – HOOK

Hier spricht Kris einen häufigen Fehler beim PPC-Marketing an: viele beginnen bei der Planung mit der Zielgruppe statt mit dem Ansatz.

Der Ansatz (engl. Hook) ist aber sehr wichtig, denn damit grenzt du dein Thema nochmals ein, was zu wesentlich mehr Relevanz bei deinen Anzeigen führt.

Der Ansatz kann ein Unterthema sein, eine Kategorie oder Ähnliches. Beispiel: „Online Marketing“ ist zu oberflächlich und nicht wirklich relevant. Besser wäre da ein Ansatz, wie Traffic-Strategien, Conversion steigern etc.

Schritt 2: Wähle die richtige Zielgruppe

Bei der Wahl der Zielgruppe solltest du dich niemals auf deine Vermutung verlassen. Damit kannst du ganz schön falsch liegen und viel Geld verbrennen. Das muss aber nicht sein, wenn du vorher abklärst, wer deine Zielgruppe ist.

Dafür gibt es für Facebook-Ads 3 Möglichkeiten:

1. Der Graph-Search – Das ist die Facebook-Suche, und zwar „Seiten, die von Leuten geliked wurden, die…“
2. Audience-Insights – ein Tool im Werbemanager von Facebook, das dir Interessen und Demografien deiner Zielgruppe in Facebook anzeigt.
3. Der Ad-Manager – da gibst du das Hauptinteresse ein und Facebook schlägt dir dann immer mehr Interessen vor

(Auf die Tools kann ich hier leider nicht näher eingehen, da es sonst einfach hier zu weit führen würde.)

Du kannst hier folgendermaßen vorgehen:

  • Erst schaltest du eine relativ untargetierte Anzeige, bspw. Online Marketing, alle Altergruppen, m/w, eigentlich alle, von denen du denkst, dass sie irgendwie relevant sein könnten. Das ist dein Anfang.
  • Dann wertest du die Ergebnisse aus.
  • Jetzt splittest du diese breit-gestreute Anzeige in Interessen und Demografien.

Schritt 3: Werbefreier Content

Dieser Schritt ist besonders wichtig, da Facebook inzwischen recht gerne Ad-Accounts sperrt.

Facebook-Ads Werbefreier Content von Kris Stelljes

Kris Stelljes stellt die neue Facebook-Ads-Methode der alten gegenüber:

Der alte Weg, nämlich direkt auf das Angebot schicken
hat früher gut geklappt, da die Klicks noch wesentlich günstiger waren, es weniger Konkurrenz und damit weniger Auswahl gab und Facebook nicht so schnell Ad-Accounts gesperrt hat.

Bei der neuen Facebook-Ads-Methode steht werbefreier Content und Mehrwert für den User im Vordergrund.

Mit werbefreiem Content Mehrwert geben und das Angebot „presellen“

Was ist werbefreier Content? Das ist Content (ein Artikel, Video etc.), der KEIN Opt-In erfordert!

„In dem werbefreien Content relevanten Mehrwert bieten, welcher strategisch zum Angebot leitet. Relevanter Mehrwert ist Content, der meine Kunden interessiert.“ – Kris Stelljes

Je relevanter der Content ist, desto besser ist die Response.

5 Gründe für werbefreien Content

1. Vertrauensaufbau

Die Leute merken natürlich, dass da jemand etwas verkaufen will und sind skeptisch.

2. Fanbuilding

Damit nimmt nicht nur die Anzahl der Fans auf der Fanpage zu, sondern auch die Zahl der Menschen, die dich wirklich gut finden. Immer vorausgesetzt, dein Content bietet wirklich Mehrwert.

3. Preselling

Damit machen wir in gewissem Sinn einen Vorverkauf für unser Produkt, da der Content strategisch zu dem Produkt leitet. Der Content soll relevant sein, Mehrwert bieten, aber auch die Frage offen lassen: Was kommt als nächstes?

4. Keine Account-Sperre durch Facebook

Denke längerfristig: du gewinnst nämlich nichts, wenn du direkt auf ein Angebot leitest, aber dafür dein Account evtl. gesperrt wird.

5. Retargeting-Liste

Du erstellst dir mit dieser Strategie eine Retargeting-Liste, die extrem wertvoll ist. Denn obwohl du den Leuten nichts verkauft hast und nicht mal eine E-Mail-Adresse verlangt hast, sind sind sie nicht weg, sondern du kannst sie über die Retargeting-Liste erneut erreichen.

Um eine solche Retargeting-Liste zu erstellen, baust du einfach ein kleines Pixel in den Header deiner Webseite ein und schon kannst du die Leute targetieren. (Anmerkung: bei Google & YouTube heißt das übrigens Remarketing, ist aber dasselbe.)

Schritt 4: Kundenaktivator erstellen

Kris meint damit den Tripwire, ein unwiderstehliches, günstiges Einstiegsprodukt, mit dem du deine Interessenten in Kunden verwandeln kannst. Dabei geht es nicht um große Gewinne, eher darum, deine Werbe-Kosten zu decken (Refinanzierung). Das Geld wird dann im Upselling verdient.

Darüber habe ich aber bereits mehrfach geschrieben, deshalb belasse ich es jetzt dabei.

Schritt 5: Relevantes Retargeting

Im Retargeting kannst du jetzt alles miteinander verbinden.

Du  schickst jetzt nämlich die Leute in deiner Targeting-Liste auf deinen Kundenaktivator/Tripwire.

Und damit schickst du nur Leute auf deinen Tripwire, die bereits „vorgewärmt“ sind, die an deinem Thema interessiert sind, bereits werbefreien Content von dir gesehen haben und dir bereits vertrauen.

Ein weiterer Vorteil: durch Retargeting kannst du deine Anzeige endlos ausspielen.

Schritt 6: Upselling von Folgeprodukten

Folgeprodukte kannst du entweder per „1 Click-Upsell“ verkaufen, also unmittelbar nach dem Kauf des ersten Produktes, in einer E-Mail-Sequenz oder wieder per Retargeting (Käufer des Kundenaktivators).

Schritt 7: Messen und skalieren

Nach einiger Zeit kennst du deinen Zielkunden sehr genau (sein Altersgruppe, Geschlecht, Interessen etc.) und du siehst, welcher Ansatz am besten funktioniert, welche Produkte und Preise am besten funktionieren…

Jetzt kannst du skalieren: Schalte einfach mehr von dem, was gut funktioniert bei der Zielgruppe, wo es funktioniert.

 

Steffen Matz: TV ist für viele Produkte der beste Online-Akquise-Kanal

Steffen Matz - TV ist für viele Produkte der beste Online-Akquise-KanalIn der zweiten Keynote des Tages, erfahren wir von Steffen Matz, Gründer & CEO der Social Media Interactive GmbH, warum TV für bestimmte Produkte der beste Online-Akquise-Kanal ist.

Dass wir immer häufiger im TV Online-Werbung zu sehen bekommen, haben sicherlich die meisten bereits registriert.

Wie sowas allerdings abläuft, welche Produkte dafür geeignet sind, in welchen Preisregionen sich solche Akquise-Maßnahmen bewegen, sind nur einige der Fragen, die Steffen Matz in seinem Vortrag beantwortet.

Ich muss ehrlich gestehen, dass TV-Werbung für Online-Produkte für mich persönlich Neuland ist. Umso neugieriger bin ich, wie Steffen Matz dies mit seinem Team angeht.

I make you sexy – ein Meisterstück

Dass er keine leere Behauptung aufgestellt hat, zeigen schon die ersten Zahlen: mehr als 2 Millionen Subscriber und über 300.000 Kunden sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass TV-Werbung tatsächlich ein hervorragender Online-Akquise-Kanal ist.

Eine wichtige Lektion zur Produkterstellung gibt es gleich zu Beginn:

Wenn man einen zeitkritischen Termin hat, dann wird man wirklich schnell…

…Ich kenne viele in der Szene, die sagen, ich bau ein Produkt auf, aber es ist nie perfekt und es wird auch nie perfekt werden und dann wird’s auch nie fertig. Insofern ist es immer gut, so einen Termin zu haben. – Steffen Matz

Steffen Matz und sein Team hatten nämlich nur etwa einen Monat Zeit, um die Webseite aufzubauen und die ersten Wochen des Kurses fertigzustellen, so dass der Verkauf starten konnte.

Denn da war Detlef D! Soost Gast bei TV-Total von Stefan Raab und diese Gelegenheit wollten sie sich natürlich nicht entgehen lassen. 

Die Produkterstellung muss zügig erfolgen - optimieren und verbessern kann man danach immer noch.Click To Tweet

Genau das hat Steffen Matz mit seinem Team getan, danach erst kam das Feintuning. Und die Tatsache, dass dieses Produkt Jahre später immer noch super funktioniert und sogar stetig erweitert wird, zeigt doch, dass die Qualität stimmt.

Was macht imakeyousexy.com so erfolgreich?

„I make you sexy“ ist der Claim, die URL und ein starkes Leistungsversprechen in einem, das man sich zudem auch sehr gut merken kann.

Das ist im TV besonders wichtig, damit der Spot die Leute erreicht und sie dazu animiert, es gleich in ihr Smartphone oder Tablet einzutippen und die Webseite zu besuchen.

Und das hat besser geklappt als erwartet, so dass die Webseite ziemlich schnell komplett zusammengebrochen ist. Aber das Erstaunlichste für mich: die Leute kamen am Wochenende wieder, so dass bereits am ersten Wochenende mehr als 71.000 Besucher auf der Seite waren. 

Die Idee „I make you sexy“ hatte sich offensichtlich so gut eingebrannt, dass die Leute sich auch später am Wochenende daran erinnert haben und einen erneuten Versuch gestartet haben.

Interessant ist auch ein weiterer Aspekt: dadurch, dass die Seite nicht erreichbar war, sind die Leute auf Facebook ausgewichen, was zusätzlich aus dem Stand heraus zu 15.000 Fans geführt hat.

Vier Jahre später ist dieser Claim für die meisten ein Begriff – mal Hand auf’s Herz, ob du viel fernsiehst oder wenig, dieser Spot ist dir ziemlich sicher schon mal aufgefallen.

Wie funktioniert TV-Werbung?

TV ist inzwischen der Second Screen, da die meisten Menschen heute mit dem Smartphone vor dem TV sitzen. Besonders die unter 30-Jährigen schauen weniger TV als sie im Internet unterwegs sind.

Durch das Smartphone gibt es keinen Medienbruch mehr, ein Aufruf im TV kann sofort Online eingetippt und bearbeitet werden.

Das macht das Fernsehen zu einem der mächtigsten Online-Kanäle.

Folgende Tabelle zeigt die Gegenüberstellung und den Vergleich der verschiedenen Medien als Teil einer Werbestrategie. Sie hat mir einen neuen Blickwinkel eröffnet, denn so hatte ich TV-Werbung bislang nicht betrachtet.

Medien-Vergleich und Werbestrategie von Steffen MatzBei der Suchmaschinenoptimierung und bei der PPC-Werbung bin ich stets bemüht, möglichst targetiert zu arbeiten. Dafür nutze ich die Keyword-Recherche, Retargeting bzw. Remarketing (bei Google & YouTube), erstelle einen Kunden-Avatar etc.

Fernsehwerbung kann man zwar ebenfalls skalieren, allerdings nicht so genau targetieren wie Online Werbung. Dennoch muss dies kein Nachteil sein, bei bestimmten Produkten ist es sogar ein Vorteil, wie das folgende Beispiel zeigt:

Von allen Menschen, die abnehmen wollen, haben etwa 1 % ein aktives Bedürfnis danach, suchen also aktiv nach einem Weg abzunehmen.

Aber 99 % haben ein latentes Bedürfnis – sie wollen zwar abnehmen, verhalten sich jedoch passiv (suchen also nicht aktiv bei Google & Co.).

Mit der richtigen Werbeform kann man die 99 % der Menschen mit einem latenten Bedürfnis im Lean-Back-Modus ansprechen.Click To Tweet

Solche Beispiele gibt es viele. Wenn ich mich an meine Zeit als Raucherin zurück erinnere, wird mir bewusst, dass auch ich immer ein latentes Bedürfnis hatte aufzuhören (ungesund, zu teuer, stinkt, was bringt’s dir eigentlich – es entspannt etc.), dennoch habe ich nie in Google nach einer Lösung gesucht.

Passt mein Produkt ins TV?

Ob ein Produkt für TV-Werbung geeignet ist oder nicht, hängt von zwei Faktoren ab.

1. Wie groß ist meine Zielgruppe?

Wenn du mit deinem Produkt eine breite Masse ansprichst (wie hier das Thema Abnehmen mit ca. 15 Millionen Interessenten), dann kannst du über TV-Werbung eine große Zahl deiner potentiellen Kunden erreichen.

Dazu gehören Themen wie Abnehmen, Dating, Selbstbewusstsein etc.

In einem kleinen Nischenmarkt wird es aufgrund der Streuverluste allerdings problematisch.

2. Wie hoch ist mein CPO?

TV-Werbung kann auch in kleineren Nischen funktionieren, wenn der Gewinn pro Kunde hoch genug ist.

Beispiel: Bei einem Fertighaus kann ich einen hohen Preis für ein Lead ansetzen. Das lohnt sich, da das Produkt sehr teuer ist und trotz der hohen Streuverluste einen guten Gewinn einfährt.

Aber auch beim TV kann man inzwischen gut optimieren und skalieren, da es eine riesige Anzahl an Sendern gibt, die jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Auch Pay-TV ist eine interessante Option für hochpreisige Produkte.

Fazit: Handelt es sich bei deinem Produkt also um ein Massenprodukt mit einer sehr großen Zielgruppe, kann der CPO relativ niedrig sein, um im Gewinn-Bereich zu bleiben. Bei einem Nischenprodukt mit kleiner Zielgruppe muss der CPO sehr hoch sein, um Gewinne zu erzielen.

3. Kampagnen-Effizienz

Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die Kampagnen-Effizient, also wie gut konvertiert der Spot. Und auch hier kann man die Conversion durch klassische A/B-Splittests optimieren.

Der Weg ins TV

Im ersten Schritt kann man bei kleinem Budget über sogenannte Nischensender gehen, da diese Sender geringe Spot-Preise haben.

Wir haben eine sehr bunte Mischung aus Hunderten von kleinen Nischen- bzw. Zielgruppen-Sendern, auf denen man im ersten Schritt seinen Spot testen und optimieren kann. Sehr interessant sind hier die Sky-Welten, die viele unterschiedliche Themen bedienen und sehr günstige Spot-Preise haben.

Die KPI-Tests beim TV laufen im Prinzip ähnlich ab wie bei Online-Ads. Bei beiden steht dieselbe Frage im Mittelpunkt: Was kostet mich ein Kunde?

Erst wenn man auf den kleinen Sendern seine KPIs gut optimiert hat, kann man dann größere Sender angehen, etwa die privaten Sender RTL, SAT.1 oder ProSieben und damit die großen Massen erreichen.

Erfolgsmessung im TV

Für eine Erfolgsmessung im TV ist es sinnvoll so vorzugehen:

  • Du erstellst etwa 3 Spots bzw. lässt sie erstellen (hier ist Kreativität mehr gefragt als ein hohes Budget)
  • Du nimmst für jeden Spot eine eigene URL

Jetzt kannst du ganz genau tracken und vergleichen, wie viele Besucher der jeweilige Spot auf die Seite gebracht hat, wie viele Leads daraus und Sales daraus entstanden sind.

Wenn die KPIs dann stimmen, dann kannst du im nächsten Schritt größere Sender angehen und so deine Reichweite steigern.

Der TV-Spot

Besonders wichtig ist bei TV-Werbung, dass der Spot gleich beim ersten Mal funktioniert, wenn man nicht Unsummen für Branding ausgeben will.

Der TV-Spot muss deshalb:

  • Aufmerksamkeit erzielen: er muss innerhalb des Werbeblocks auffallen, damit die Leute wirklich hinschauen. (Wir alle kennen das: Werbung, da kann ich ja schnell was anderes machen.)
  • Neugierig machen (wie dies auch bei Online-Ads der Fall ist)
  • Eine klare Handlungsaufforderung enthalten – ebenfalls wie beim Online Marketing. Die Leute müssen klar aufgefordert werden, jetzt auf die Webseite zu gehen.

Wie man erkennen kann, gibt es deutlich mehr Parallelen zwischen TV-Spots und Online-Ads als es im ersten Moment den Anschein hat.

Sicherlich ist TV-Werbung nicht für jedes Produkt und auch nicht für jeden Geldbeutel eine Option, aber dennoch auch für begrenzte Budgets einfacher zu realisieren als ich es bisher eingeschätzt habe.

Meine persönliche Prognose ist, dass wir künftig noch wesentlich mehr Online-Werbung im TV sehen werden als es bereits jetzt der Fall ist.

Wie wäre es mit einer kleinen Abstimmung? Schreibe doch in die Kommentare, von welchem unserer IM-Gurus du als erstes einen TV-Spot erwartest 🙂 !

 

Oliver Wermeling: Der neue Blick auf Ihr (Online-) Unternehmen

Oliver Wermeling - Der neue Blick auf Ihr (Online-)UnternehmenIm nächsten Vortrag spricht Oliver Wermeling über Capturing, also targetierten Traffic „einfangen und wiederverwertbar machen“.

„70 – 80 % der Besucher können Sie erneut kostengünstig oder kostenlos erreichen.“ – Oliver Wermeling

Darauf zu verzichten, bedeutet schlichtweg Geld und Umsatz liegen zu lassen, statt sein Potential auszuschöpfen.

5 einfache Capturing-Methoden

Um unseren Traffic optimal „einzufangen“, um jederzeit wieder darauf zugreifen zu können, gibt es 5 einfache Methoden:

  1. Retargeting (bei Google & Facebook)
  2. Kostenlose Mitgliedschaft
  3. E-Mail-Adresse einsammeln
  4. Facebook-Fans
  5. YouTube-Abonnenten

Retargeting habe ich ja bereits erwähnt, deshalb hier nur kurz einige Ergänzungen.

Lasse dich nicht von diesem falschen Gedanken leiten

Vielleicht beschäftigt dich ja auch folgender Gedanke zum Thema Retargeting und du setzt es nicht ein, weil du dieselben Zweifel hast, die Oliver hier erwähnt:

„Ich habe mich lange Zeit vor Retargeting gewehrt, weil ich mal so dieses Mindset hatte oder diesen Gedankengang, dass ich sagte, wenn jemand auf meiner Webseite war und der nicht gekauft, dann hat derjenige eine Entscheidung getroffen für sich.

Und warum sollte er diese Entscheidung irgendwann mal revidieren? Warum soll er beim 2. oder 3. Besuch kaufen?

Das war damals meine Meinung, deshalb habe ich lange darauf verzichtet. Weil ich es für sinnlos gehalten habe. Großer Fehler in meiner Unternehmer-Karriere bis jetzt.“ – Oliver Wermeling

Ich muss zugeben, dass auch mich ähnliche Gedanken geleitet haben, bis ich mich näher mit dem Thema Retargeting beschäftigt habe. Bei mir waren es die YouTube-Ads, bei denen ich mich erstmals mit Remarketing befasst habe und ebenfalls eines Besseren belehrt wurde.

Erstelle deine Retargeting-Listen

Olivers dringende Empfehlung ist, sich SOFORT Retargeting-Listen bei Google und Facebook zu erstellen, auch wenn man diese im Augenblick vielleicht noch nicht braucht. Diese Listen sind unglaublich wertvoll und werden dir auch in einigen Monaten oder in einem Jahr noch hervorragende Dienste leisten.

Bei den Kampagnen an die Retargeting-Listen solltest du die Landingpages und Ziele variieren, statt immer wieder auf ein und dieselbe Landingpage zu leiten.

So kann man als erstes auf die Verkaufsseite leiten mit dem Ziel, den Retargeting-Pixel zu setzen. Diese Leute kann man dann auf unterschiedliche Weise erneut ansprechen:

  • auf eine kostenlose Mitgliedschaft, mit dem Ziel ein Lead zu generieren
  • auf eine Facebook-Fanpage, mit dem Ziel einen Facebook-Fan zu bekommen
  • auf den YouTube-Channel, um YouTube-Abonnenten zu bekommen

Warum sind unterschiedlichen Kanäle sinnvoll? Die Menschen haben unterschiedliche Vorlieben: der eine trägt eher eine E-Mail-Adresse ein, ein anderer nutzt lieber Facebook und wird Fan, der dritte mag YouTube und wird am einfachsten YouTube-Abonnent.

So kannst du alle erreichen und sie dann wieder und wieder kontaktieren, Vertrauen und eine Beziehung aufbauen und sie dann evtl. zu treuen Kunden machen.

Retargeting-Kreislauf nach Oliver WermelingSobald dieser Kreislauf eingerichtet und automatisiert ist, sollte der Prozess immer weiter optimiert werden durch:

  • Verringerung der Klickpreise, indem man den Qualitätsfaktor steigert (durch Relevanz, starke Texte & Bilder etc.)
  • Steigerung der Conversion-Rate durch häufigeren Kontakt mit den Besuchern (Remarketing, kostenlose Mitgliedschaft, Webinare)
  • Anpassung der Preise (den besten Preis durch Splittests ermitteln)

To-Do: Solltest du also noch keine Retargeting-Listen für deine Webseite(n) erstellt haben, dann schiebe es nicht auf die lange Bank, sondern mache dich heute noch daran, solche Listen zu erstellen!

 

Dirk-Michael Lambert: Den Umsatz in 90 Tagen zu verdoppeln

Dirk-Michael Lambert - Den Umsatz in 90 Tagen verdoppelnSeine besten Strategien, den Umsatz innerhalb von 90 Tagen zu verdoppeln, verrät uns im nächsten Beitrag Dirk-Michael Lambert.

Was macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg?

Entscheidungen treffen, einen Termin setzen und sofort den ersten Schritt machen!

Wenn dir das Ziel „Umsatz verdoppeln“ zu schwierig oder gar unerreichbar erscheint, kannst du es auch anders formulieren.

„Kann ich 5 Elemente meines Geschäftsmodell um 15 % steigern?“

Dies sieht zwar einfacher aus, führt jedoch zum selben Ergebnis.

Solche Verbesserungen lassen sich durch Splittests erreichen, etwa die Headline verbessern, Button-Farbe testen, Button-Text testen…

10 Schnelle umsatzsteigernde Strategien

1. Gestaltung von Bullet Points

In weniger als 5 Minuten erledigt, kann aber zu 20 % mehr Response führen: Bringe bei der Verwendung von Bullet Points Abwechslung rein. 

Beispiele:

  • Jeden zweiten Bullet fett formatieren
  • So lässt es sich schöner lesen
  • Hervorhebungen in fetter Schrift bringen ebenfalls mehr Abwechslung
  • Zusätzlich auch bestimmte Hervorhebungen farblich gestalten

2. Ein spezifisches Versprechen

Ein spezifisches Versprechen verkauft immer besser als eine allgemeine Behauptung.

Beispiel:

„20 Kg abnehmen in 10 Wochen“

funktioniert immer besser als:

„Wir helfen Ihnen abzunehmen“

3. Farbe der Headline

Die Headline sollte rot sein! Die Opt-In Rate hat sich im gezeigten Beispiel verdreifacht, nachdem die Headline von GRÜN auf ROT umgestellt wurde.

4. Angebot als Opt-In-Hebel

Statt die Besucher sofort auf die Verkaufsseite zu schicken, eine Opt-In-Seite vorschalten.

„Trage deine E-Mail-Adresse ein, damit wir ein Angebot zuschicken können.“

Wer die Verkaufsseite oder ein Angebot sehen will, muss erst die E-Mail-Adresse eintragen.

5. Mindset – Siegerpsychologie – Persönlichkeit stärken

Nur 10 % des Erfolges ist auf das Marketing/die Strategie zurückzuführen.

Für 90 % dagegen bist du selbst verantwortlich, deine Persönlichkeit, dein Mindset, Dein Unterbewusstsein, dein Glaube an dich und deine Fähigkeiten.

Die ersten 30 - 60 Minuten des Tages solltest du dir selbst & deiner Persönlichkeits-Entwicklung widmen.Click To Tweet

Tipp: Programmiere gleich als erstes in der Früh beim Laufen das Unterbewusst durch Selbstmotivation auf Sieg. Nutze die Macht der Gedanken für mehr Erfolg und Umsatz. Und Abends stellst du dir bildlich vor Augen dein Ziel vor, bspw. dass du diesen Monat doppelt so viel Umsatz machen wirst wie im letzten Monat.

Der Mensch wird zu dem, was er den ganzen Tag denkt. – Dirk-Michael Lambert

6. Experten-Interviews

Umsatz steigern durch Experten-Interviews. Eine sehr interessante Strategie, die garantiert einen großen Mehrwert bringt.

Überlege dir eine zentrale Frage zu deinem Thema, z.B.: Die 3 besten Tipps, um schnell Bauchfett zu verbrennen

Dann machst du mit 10 der besten Abnehm-Experten jeweils ein 10-minütiges Interview. Daraus kannst du dann ein Ebook, ein Video, ein Hörbuch oder ein Webinar machen.

7. Traffic oder Conversion?

Was ist wichtiger, Traffic oder Conversion? Worauf solltest du dich als erstes konzentrieren?

Conversion ist wichtiger als Traffic, denn ohne Conversion kein Umsatz! Deshalb erst die Conversion optimieren, danach erst um Traffic kümmern.Click To Tweet

Bei hoher Conversion…

  • verdient man schneller Geld
  • verdient man auch bei wenigen Besuchern bereits Geld 
  • ist es einfacher Partner zu finden
  • kann man PPC-Traffic kaufen und so dauerhaft Traffic generieren
  • auch 1 Million Besucher bringen nichts, wenn keiner kauft

8. Klare Response-Elemente

Sage deinen Besuchern exakt, was sie tun sollen! Führe deine Besucher.

Eine klare Handlungsaufforderung kann die Response-Rate nicht nur verdoppeln, es kann sogar die 5-fachen Ergebnisse/Anfragen bringen.

9. Telefon-FollowUp

Um die 7 Kontakte bis zum Kauf zu bekommen, kann man auch mit Telefon-Marketing nachfassen. Ein gutes Telefongespräch kann ein entscheidender Schritt zu mehr Vertrauen sein und erleichtert natürlich auch die weitere Kommunikation.

Wie bekommt man die Telefon-Nummer?  Indem du bspw. bei einer kostenlosen Webinar-Anmeldung ein weiteres Geschenk anbietest (z.B. einen Beratungs-Gutschein) und da weitere Felder einfügst, z.B. die 3 Schlüssel-Frustrationen und am Schluss die Telefon-Nummer als Pflichtfeld.

10. Gutscheine

Gutscheine sind ein absoluter Umsatz-Garant.

Das kann ich aus eigener Erfahrung sehr gut bestätigen. Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich kaufe recht gerne bei Sportscheck ein und habe da auch eine Kundenkarte. Immer wieder bekomme ich Gutscheine zugeschickt, die ich beim nächsten Einkauf einlösen kann.

Macht Sportscheck damit ein Geschäft? Da kannst du drauf wetten, denn es bleibt NIE bei dem Betrag auf dem Gutschein!

 

Christoph J. F. Schreiber: Meine 3 besten Traffic Strategien

Christoph J. F. Schreiber - Meine 3 besten Traffic-StrategienSeine 3 besten Traffic-Strategeien präsentiert uns nun Christoph J. F. Schreiber, Veranstalter der Contra & One Idea Mastermind.

Da er bspw. mit Rum-Tasting.de auf einer etwas anderen Schiene unterwegs ist als der klassische Online-Marketer, unterscheiden sich auch seine Traffic-Strategien etwas.

Besucher, Plattformen & Multiplikatoren kaufen

Auch in diesem Vortrag geht es um Paid-Traffic, allerdings mit etwas anderem Ansatz.

1. Besucher kaufen

Die Besucher kommen aus verschiedenen Quellen, haben jeweils spezielle Eigenschaften und convertieren entsprechend unterschiedlich gut.

Auch die Qualität des Traffics, ob es kalter oder warmer Traffic ist, entscheidet über die Conversion.

Eine interessante Methode, profitable Besucher auf die Webseite zu bringen, ist die anlassbezogene Retargeting-Strategie.

Die anlassbezogene Retargeting-Strategie ist eine Kombination von Retargeting mit bestimmten Kaufanlässen.Click To Tweet

Hier werden die Anzeigen nicht permanent geschalten, sondern fokussiert und massiv über viele verschiedene Kanäle an den entscheidenden Vermarktunsgtagen eingesetzt. Ein Beispiel wäre: „Nur noch 2 Tage Frühbucher-Preis für die Contra“.

2. Plattformen kaufen

Viele Webseiten sind trotz vieler Besucher nicht profitabel. Häufig haben die sogar einen Opt-in eingebunden, einen mehr oder minder regelmäßigen Newsletter, aber eine interessante Community.

Hat man ein passendes Produkt zu dem Thema, kann man den Seitenbetreiber kontaktieren und diesem eine Übernahme zu einer fairen Summe anbieten. Manch einer lässt sich gerne auf einen Verkauf ein, wenn der Preis stimmt und er die Seite nicht richtig monetarisiert bekommt.

Solche etwas angestaubte Seiten mit einer treuen Community kann man ziemlich schnell für die eigenen Zwecke umbauen und in neuem Glanz erscheinen lassen, so dass sie Gewinne erzielen.

3. Multiplikatoren kaufen

Die dritte Traffic-Strategie von Christoph F. J. Schreiber ist Exkurs Marketing bzw. „ganzheitliches Marketing“. Gemeint ist damit, dass man bereits bei der Produkterstellung wissen sollte, wie man es später verkaufen möchte.

Hier kommen dann die Multiplikatoren ins Spiel. Häufig sind solche Multiplikatoren:

  • Zufriedene Kunden, die das Produkt weiterempfehlen
  • Affiliates, die für das Bewerben eine Affiliate-Provision bekommen

Multiplikatoren kann man aber auch anders finden:

  • Dienstleister danach auszuwählen, welche (Social-Media) Reichweite sie haben. So können sie zu Multiplikatoren werden und im besten Fall sogar die Ausgaben wieder einfahren.
  • Auch eine Lokation kann Tickets verkaufen. Beispiel: Wenn eine Lokation mit vielen Fans deine Veranstaltung promotet, kann dies deinen Ticket-Verkauf deutlich steigern.
  • Jede Zusammenarbeit dahingehend zu überprüfen.

Allerdings darf man nicht erwarten, dass diese potentiellen Multiplikatoren von sich aus etwas unternehmen, sondern man muss es aktiv einfordern

 

Thomas Klußmann: Conversion-Tricks, welche Ihren Umsatz verdoppeln

Thomas Klußmann - Conversion-TricksDie undankbare Aufgabe als letzter Redner zum Thema Conversion-Optimierung, hat Thomas Klußmann übernommen.

Neben seinem Haupt-Business Gründer.de, organisiert er unter anderem auch gemeinsam mit Christoph F. J. Schreiber die Contra & die One Idea Mastermind.

Er veranschaulicht anhand von praktischen Beispielen einige Conversion-Tricks, die den Umsatz verdoppeln.

Die Conversion-Rate ist das Verhältnis zwischen Webseite-Besuchern und deren getätigten Aktionen, etwa:

  • der Kauf eines Produktes
  • Eintrag in den Newsletter
  • Webinar-Anmeldungen
  • Feedbacks
  • Klickraten in E-Mails oder Werbeanzeigen

5 Conversion-Hürden zum Optimieren

Die Conversion durch Splittests optimieren - Thomas KlußmannDer wichtigste Schritt zur Conversion-Optimierung ist erst mal anzufangen und zu testen. Wie bereits andere Redner vor ihm, betont auch Thomas Klußmann, wie wichtig eigenes Testen ist. Nur über die Erfahrungen anderer zu reden, bringt in der Regel nichts.

Nur eigene Splittests belegen oder wiederlegen Vermutungen, fördern die Tatsachen ans Licht und verbessern die Conversion.Click To Tweet

Von der Besucher-Generierung bis zum Umsatz gibt es 5 Stellschrauben, die optimiert werden können, um eine bessere Conversion zu erzielen.

1. Zahl der Besucher, die tatsächlich auf meine Webseite/Blog kommen.

2. Wie viele dieser Webseite-Besucher tragen sich in meinen Newsletter ein?

Hier kann man einiges erreichen, indem man die Landingpage testet und optimiert. Da die Startseite von Gründer.de extrem stark getestet ist, empfiehlt er, diese als Ausgangsbasis, also best practice Beispiel zu nehmen und dann anzufangen, selbst zu testen und immer weiter zu optimieren.

Testen kann man: Videos, Überschriften, Buttons, Pfeile, Eintragsformulare, Datenschutzhinweis etc.

Eine weitere Möglichkeit, die Eintragsquote zu erhöhen, ist einfach mehr Möglichkeiten für einen Eintrag anzubieten. Dies kann durch ein Slideoptin-Plugin geschehen, ein Klick aufs Logo führt zum Eintragsformular, unter den Artikeln kann eine Optin-Aufforderung sein, ein Exit-Popup etc.

3. Wie viele kommen vom E-Mail-Marketing-Verteiler auf die Verkaufsseite meines Produktes?

Zur Steigerung der Klickraten in den Emails kann man klickstarke Bilder einbauen. Animierte Bilder können da noch effektiver sein.

Allerdings sollte man dies nicht übertreiben, da es sonst auch seinen Effekt verliert.

Auch hier gilt Testen über Vermuten: gute Bilder erhöhen die Klickrate, schlechte Bilder können sie sogar verringern.

Eine weitere Möglichkeit ist das Testen der Betreffzeile. Dies ist deshalb so wichtig, weil die Leute langweilige Betreffzeilen gar nicht erst öffnen und folglich auch nicht klicken können.

4. Wieviele davon landen im Shop-System?

Hierzu findest du weiter oben einen kompletten Beitrag von Kristof Lindner.

5. Wie viele davon schließen den Kauf des Produktes ab? Wie hoch ist der Umsatz?

Extrem wichtig ist es, den Preis des Produktes testen. Nicht immer ist die 7 am Ende tatsächlich der beste Preis, wie oft vermutet wird. Er kann sogar dramatisch schlechter convertieren und man lässt auf die Dauer ganz schön viel Geld liegen.

 

Philipp Müller: Was die meisten Menschen beim Geld falsch machen

Philipp Müller - Was die meisten Menschen beim Geld falsch machenGastreferent Philipp Müller spricht zum Abschluss über ein anderes Thema, das uns allerdings auch alle betrifft, nämlich das liebe Geld.

Investment-Regeln

Regel #1: Investiere kein Geld in Produkte, die du nicht zu 100 % verstehst.

Das ist in Deutschland ein besonders kritischer Punkt, man denke nur mal an die vielen Menschen mit einer Lebensversicherung…

Wer versteht wirklich die 100 Seiten Bedingungen, die man dabei in die Hand gedrückt bekommt?

Regel #2: Investiere nur in Dinge, bei denen du den exakten bzw. fairen Preis bestimmen kannst.

Beim Autokauf wissen die meisten exakt Bescheid über das, was sie kaufen. Hier wird sich informiert, verglichen im Autohaus, auf Online-Portalen und am Schluss eine Kaufentscheidung getroffen.

Aber was ist der faire Preis für ein Investment? Bin ich in der Lage, den fairen Preis eines Investments festzustellen? Wenn nicht, sollte man die Finger davon lassen.

Regel #3: Investment-Strategie

Fast alle Investments, die man in Deutschland machen kann, bringen nur dann Gewinn, wenn der Markt steigt. Ob es sich um Immobilien handelt, Gold, Fonds, Aktien etc., wir verdienen nur bei steigendem Markt Geld.

Profi-Investoren dagegen verdienen auch bei einem Seitwärts- oder Abwärts-Trend.

Vor einer Investition sollte man seinen Berater fragen, in welchem Markt-Szenarien man mit diesem Produkt Geld verdient. Da Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärts-Trends zu jeweils etwa einem Drittel vorkommen, macht es wenig Sinn, nur auf Aufwärts-Trend zu setzen.

Regel #4: Ich darf kein Geld verlieren

Die meisten suchen nach hohen Renditen bei einem Investment, dabei verlieren sie einen extrem wichtigen Punkt aus den Augen: nämlich den, kein Geld zu verlieren.

Bei den meisten Finanz-Produkten steht man jedoch vor der Alternative: entweder große Gewinne oder Schutz bzw. Versicherung. Es gibt also in der Regel nur eines von beiden.

Mindset, Mentales, Geist

Besonders bei uns in Deutschland ist das Thema Geld irgendwie verpönt. Das wirkt sich negativ auf das Mindset, auf das Unterbewusstsein aus.

„Wie jemand denkt über das Thema Geld, so sieht auch sein Bankkonto aus.“ – Philipp Müller

Wir haben eine Art Autopilot zum Thema Geld.

Ein Beispiel: Man geht zu einer Veranstaltung, Seminar oder Ähnliches, kommt total motiviert nach Hause und beginnt, das Gelernte umzusetzen. Der Erfolg steigt, aber ab einem bestimmten Punkt ist dann Schluss, der Umsatz steigt nicht weiter. Das ist unser innerer Autopilot.

Damit dieser Autopilot in die richtige Richtung steuert, müssen wir ihn richtig programmieren. Ein Tipp von Philipp Müller ist, sich ein oder zwei Anker oder Trigger zu setzen, die uns jeden Tag daran erinnern, uns um unsere Finanzen zu kümmern.

Wir kümmern uns um unsere Gesundheit, unsere Partnerschaft, unsere Kinder und genau so sollten uns auch um unser Geld kümmern. Weitere Informationen findest du unter www.pjmueller.de 

 

Zusammenfassung

Hier habe ich für dich eine kleine Zusammenfassung in Form einer Slideshare zusammengestellt:

Wendest du eine oder mehrere dieser SEO-, Conversion- & Traffic-Methoden bereits an? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Willst du mehr solche Artikel lesen? Dann trage deine E-Mail Adresse ein und klicke auf "EINTRAGEN". Als kleines Dankeschön bekommst du meinen Spezial-Report "200 Kostenlose Marketing-Tools" gratis dazu!

 

Weitersagen ausdrücklich erwünscht 🙂

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